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Großformatdrucker für Poster

Großformatdrucker für Poster: Welche Modelle liefern gute Farben?

Ein Poster lebt von Farben. Ein kräftiges Rot, ein tiefes Schwarz, ein sauberer Himmel, weiche Verläufe, klare Schriften und satte Flächen – genau das entscheidet darüber, ob ein Ausdruck professionell wirkt oder eher nach blassem Büroplakat aussieht. Wer einen Großformatdrucker für Poster kaufen möchte, sollte deshalb nicht nur auf die maximale Druckgröße achten. Viel wichtiger ist die Frage: Welche Modelle liefern wirklich gute Farben?

Gerade hier passieren viele Fehlkäufe. Manche kaufen einen günstigen CAD-Drucker, weil er A1 oder A0 drucken kann, und wundern sich später, warum Fotos, Illustrationen oder Werbeposter nicht so brillant aussehen wie erwartet. Andere greifen direkt zu einem teuren Fine-Art-Drucker, obwohl sie eigentlich nur einfache Vereinsplakate, Aushänge oder Aktionsposter brauchen. Beides kann falsch sein. Der passende Posterdrucker hängt stark davon ab, welche Art von Postern du drucken möchtest.

Ein Architekturposter mit Linien, Text und etwas Farbe stellt andere Anforderungen als ein Fotoposter. Ein Plakat für den Einzelhandel braucht kräftige Signalfarben. Ein Kunstdruck braucht feine Abstufungen und langlebige Pigmenttinte. Ein Vereinsplakat soll günstig und schnell produziert werden. Und ein Messeposter muss aus zwei Metern Entfernung sofort wirken.

In diesem Ratgeber schauen wir uns an, woran du gute Farbdrucke erkennst, welche Großformatdrucker-Klassen für Poster sinnvoll sind, warum Tinte und Papier so wichtig sind und welche Modellreihen besonders interessant sind. So findest du nicht einfach irgendeinen großen Drucker, sondern einen Drucker, der Poster wirklich überzeugend ausgeben kann.

Was macht einen guten Posterdruck aus?

Ein gutes Poster ist mehr als ein großer Farbausdruck. Es muss aus der Entfernung wirken und aus der Nähe sauber aussehen. Farben sollen kräftig sein, ohne künstlich zu wirken. Schriften müssen scharf bleiben, Flächen dürfen nicht streifig werden und Bilder sollten Details behalten.

Wichtig für gute Poster sind:

  • kräftige Farben
  • saubere Farbverläufe
  • tiefe Schwarztöne
  • scharfe Schriften
  • gleichmäßige Flächen
  • gute Medienauswahl
  • passende Tinte
  • zuverlässige Farbprofile
  • ausreichende Auflösung
  • randloser Druck, wenn gewünscht
  • gute Trocknung
  • saubere Papierführung

Ein Drucker, der technische Pläne hervorragend ausgibt, ist nicht automatisch ein guter Posterdrucker. CAD-Drucker sind oft auf Linien, Geschwindigkeit und Büroproduktivität optimiert. Poster brauchen zusätzlich eine starke Farbwiedergabe.

CAD-Drucker oder Fotodrucker: Der große Unterschied

Viele Großformatdrucker werden als Plotter, CAD-Drucker oder technische Drucker angeboten. Sie können natürlich auch Poster drucken. Aber die Frage ist: Welche Art von Poster?

Ein CAD-Drucker eignet sich gut für:

  • einfache Plakate
  • Aushänge
  • technische Poster
  • Präsentationspläne
  • Schaubilder
  • Diagramme
  • Infografiken
  • Bau- und Architekturposter
  • Unterrichtsmaterial
  • einfache Werbeplakate

Ein foto- oder grafikoptimierter Großformatdrucker eignet sich besser für:

  • Fotoposter
  • Kunstdrucke
  • hochwertige Werbeposter
  • Ausstellungsdrucke
  • Fine-Art-Prints
  • Designposter
  • farbkritische Grafiken
  • Portfolio-Drucke
  • Premium-POS-Material

Der Unterschied liegt vor allem im Tintensystem, in der Farbstabilität, in der Medienunterstützung und im Farbmanagement. Ein einfacher 4- oder 5-Farb-Drucker kann schöne Poster machen, aber ein 9-, 10-, 11- oder 12-Farb-System liefert bei anspruchsvollen Motiven meist sichtbar mehr Tiefe, feinere Verläufe und bessere Farbnuancen.

Wie viele Farben braucht ein Posterdrucker?

Die Anzahl der Tintenfarben ist nicht alles, aber sie ist wichtig. Ein einfacher Großformatdrucker arbeitet oft mit vier Farben: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Für technische Pläne und einfache Poster reicht das häufig. Für hochwertige Fotos und Kunstprints ist das aber oft begrenzt.

Mehr Tintenfarben können helfen bei:

  • feineren Hauttönen
  • natürlicheren Verläufen
  • größerem Farbraum
  • besseren Schatten
  • satterem Schwarz
  • weniger sichtbarem Korn
  • genaueren Markenfarben
  • besseren Grauabstufungen
  • lebendigeren Grün-, Orange- oder Violetttönen

Gerade Poster mit Fotos, Illustrationen, Produktbildern oder starken Farbflächen profitieren von erweiterten Tintensystemen. Wenn du nur einfache Schriftplakate druckst, brauchst du nicht zwingend zwölf Farben. Wenn du Kunstdrucke verkaufen möchtest, sieht die Sache anders aus.

Pigmenttinte oder Dye-Tinte?

Bei Großformatdruckern spielt der Tintentyp eine große Rolle. Häufig begegnen dir Pigmenttinten und Dye-Tinten.

Pigmenttinten

Pigmenttinten bestehen aus kleinen Farbpigmenten, die auf dem Papier liegen oder sich mit der Oberfläche verbinden. Sie gelten oft als langlebiger und widerstandsfähiger gegen Licht und Feuchtigkeit. Viele professionelle Foto-, Fine-Art- und CAD-Drucker nutzen Pigmenttinten.

Gut geeignet für:

  • hochwertige Poster
  • Kunstdrucke
  • langlebige Ausdrucke
  • Präsentationen
  • technische Pläne
  • matte Papiere
  • Fine-Art-Medien
  • Verkauf von Prints

Dye-Tinten

Dye-Tinten können sehr brillante Farben liefern und ziehen stärker ins Papier ein. Sie werden häufig bei Fotodruckern eingesetzt, können aber je nach Papier und Anwendung empfindlicher sein.

Gut geeignet für:

  • brillante Fotodrucke
  • private Poster
  • kurzfristige Anwendungen
  • glänzende Medien
  • Motive mit kräftigen Farben

Für professionelle Poster, Verkauf und langlebige Drucke sind Pigmenttinten oft die sicherere Wahl. Aber auch hier zählt das konkrete Gerät, die Tintenqualität und das Papier.

Papier entscheidet stärker, als viele denken

Selbst der beste Großformatdrucker kann auf schlechtem Papier nur begrenzt gute Poster liefern. Papier ist nicht einfach Papier. Es beeinflusst Farbe, Kontrast, Schwarzwert, Schärfe und Haltbarkeit enorm.

Typische Poster-Medien sind:

  • mattes Posterpapier
  • seidenmattes Fotopapier
  • glänzendes Fotopapier
  • satiniertes Papier
  • schweres beschichtetes Papier
  • Fine-Art-Papier
  • Leinwand
  • Polypropylen-Medien
  • Backlit-Film
  • Blueback-Papier
  • Banner-Material, je nach Drucker

Für einfache Aushänge reicht günstiges mattes Papier. Für hochwertige Fotoposter ist ein gutes Foto- oder Satinpapier deutlich besser. Für Kunstprints brauchst du passende Fine-Art-Medien. Und für Ladenplakate kann ein robustes, schnell trocknendes Posterpapier sinnvoll sein.

Randlosdruck: Wichtig für Poster?

Randlosdruck ist bei Postern sehr angenehm, weil du nicht nachträglich beschneiden musst. Gerade bei Fotopostern, Kunstprints oder Werbeplakaten wirkt ein randloser Druck professioneller.

Randlosdruck ist wichtig bei:

  • Fotopostern
  • Kunstdrucken
  • Wandbildern
  • Verkaufsprints
  • Präsentationspostern
  • Designpostern
  • Plakaten mit farbigem Hintergrund

Nicht immer nötig ist er bei:

  • CAD-Plänen
  • technischen Postern
  • Aushängen mit weißem Rand
  • Arbeitskopien
  • Entwurfsdrucken
  • internen Präsentationen

Achte beim Kauf darauf, bei welchen Papierbreiten randloser Druck unterstützt wird. Manche Geräte drucken nicht auf jedem Format randlos.

Farbmanagement: Der unterschätzte Qualitätsfaktor

Gute Farben entstehen nicht nur durch gute Tinte. Auch Farbmanagement spielt eine wichtige Rolle. Wenn Bildschirm, Datei, Software, Drucker und Papier nicht zusammenpassen, sehen Farben plötzlich anders aus als erwartet.

Wichtig sind:

  • korrekte Farbprofile
  • passende ICC-Profile für Papier
  • kalibrierter Monitor, wenn farbkritisch
  • richtige Druckeinstellungen
  • Software für Layout und Druck
  • saubere PDF- oder Bilddaten
  • passende Farbräume
  • Probedrucke

Für einfache Poster ist das nicht immer dramatisch. Für Kundenaufträge, Kunstdrucke oder Produktposter solltest du Farbmanagement ernst nehmen. Sonst ist das Rot im Logo plötzlich orange, Haut wirkt zu grün oder schwarze Flächen sehen flach aus.

Welche Druckerklasse für einfache Poster?

Wenn du Vereinsplakate, Aushänge, Unterrichtsmaterial, Baustellenposter oder einfache Werbeplakate druckst, brauchst du nicht zwingend einen teuren Fine-Art-Drucker. Ein guter technischer Großformatdrucker mit ordentlicher Farbausgabe kann völlig reichen.

Geeignet sind hier zum Beispiel technische Modellklassen wie:

  • HP DesignJet T-Serie
  • Epson SureColor T-Serie
  • Canon imagePROGRAF TM-Serie

Diese Drucker sind oft günstiger als reine Foto- und Kunstmodelle. Sie drucken schnell, zuverlässig und meist mit guter Text- und Linienqualität. Für einfache Poster mit Text, Grafiken, Logos und Bildern reichen sie häufig aus.

Wichtig ist aber: Wenn Fotobrillanz, perfekte Hauttöne oder Fine-Art-Qualität gefragt sind, kommst du mit technischen Einstiegsmodellen schneller an Grenzen.

Welche Druckerklasse für hochwertige Poster?

Für hochwertige Poster solltest du eher auf foto- oder grafikoptimierte Großformatdrucker schauen. Diese Geräte haben mehr Farben, bessere Abstufungen und unterstützen oft eine größere Medienvielfalt.

Geeignete Modellklassen sind zum Beispiel:

  • Epson SureColor P-Serie
  • Canon imagePROGRAF PRO-Serie
  • HP DesignJet Z-Serie
  • Canon imagePROGRAF GP-Serie
  • spezielle Foto- und Grafik-Großformatdrucker

Diese Geräte sind für Fotografen, Künstler, Grafiker, Agenturen, Druckdienstleister und anspruchsvolle Posterproduktion deutlich interessanter. Sie kosten mehr, liefern aber bei Farbe, Tiefe und Verläufen oft sichtbar bessere Ergebnisse.

Epson SureColor P-Serie: Stark für Foto, Kunst und Poster

Die Epson SureColor P-Serie ist besonders interessant, wenn Poster farblich hochwertig sein sollen. Modelle dieser Klasse richten sich an Fotografen, Künstler, Proofing-Anwendungen und professionelle Druckproduktion. Mehrfarbige Tintensysteme, Pigmenttinten und gute Medienunterstützung machen sie spannend für hochwertige Posterdrucke.

Besonders geeignet für:

  • Fotoposter
  • Kunstdrucke
  • hochwertige Grafiken
  • Fine-Art-Prints
  • Portfolio-Drucke
  • Galeriedrucke
  • Poster mit vielen Farbnuancen
  • farbkritische Anwendungen

Weniger ideal ist diese Klasse, wenn du nur einfache CAD-Pläne oder günstige Aushänge druckst. Dann zahlst du für Qualität, die du vielleicht gar nicht brauchst.

Canon imagePROGRAF PRO-Serie: Für Fine Art und professionelle Poster

Canon imagePROGRAF PRO-Modelle sind ebenfalls stark im professionellen Foto- und Kunstdruck. Sie sind besonders interessant, wenn es um hochwertige Poster, langlebige Prints, satte Schwarztöne und präzise Farbwiedergabe geht.

Geeignet für:

  • Fotografie
  • Fine Art
  • Kunstdrucke
  • Ausstellungen
  • hochwertige Poster
  • Druckdienstleister
  • Künstler
  • Agenturen
  • Premium-Wandbilder

Für einfache Büroplakate ist diese Klasse meist zu hochwertig und zu teuer. Für verkaufbare Poster und Kunstprints kann sie dagegen genau richtig sein.

HP DesignJet Z-Serie: Grafik, Foto und produktive Poster

Die HP DesignJet Z-Serie richtet sich stärker an Grafik, Foto, Retail, Plakatdruck und professionelle Farbanwendungen als die klassische technische T-Serie. Besonders interessant sind Modelle mit erweitertem Tintensystem, integriertem Farbmanagement und guter Medienvielfalt.

Geeignet für:

  • professionelle Poster
  • Retail-Grafiken
  • Fotodrucke
  • hochwertige Präsentationen
  • Grafikstudios
  • Agenturen
  • Plakatproduktion
  • farbstarke Werbematerialien

HP punktet hier oft mit Workflow, Produktivität und integrierten Funktionen wie Farbkonsistenz oder Trimming, je nach Modell. Für reine CAD-Pläne wäre die Z-Serie meist zu viel, für Poster aber deutlich spannender als einfache technische Modelle.

Canon imagePROGRAF GP-Serie: Wenn Farben auffallen sollen

Die Canon imagePROGRAF GP-Serie ist besonders interessant für farbstarke Poster, Marketingmaterial, Einzelhandel und auffällige Drucke. Je nach Modell kommen erweiterte Farbsysteme zum Einsatz, die besonders lebendige Farben ermöglichen sollen.

Geeignet für:

  • Werbeposter
  • Retail-Plakate
  • Aktionsschilder
  • Marketingmaterial
  • farbintensive Grafiken
  • Markenfarben
  • auffällige Designs
  • Plakatproduktion

Wenn deine Poster vor allem Aufmerksamkeit erzeugen sollen, lohnt sich ein Blick auf solche Grafik- und Posterreihen. Für klassische Architekturpläne brauchst du diese Farbstärke normalerweise nicht.

Epson SureColor T-Serie: Gute Wahl für gemischte Anwendungen

Die Epson SureColor T-Serie ist eigentlich stark im technischen Bereich, kann aber je nach Modell auch für Plakate und kurzfristige Außenwerbung interessant sein. Manche Modelle arbeiten mit zusätzlichen Farben oder speziellen Pigmenttinten und eignen sich dadurch besser für Poster als einfache CAD-Geräte.

Geeignet für:

  • CAD und Poster gemischt
  • technische Präsentationen
  • Plakate im Büro
  • Lagepläne mit Farbe
  • kurzfristige Werbedrucke
  • Schulen und Bildungseinrichtungen
  • kleine Büros mit Farbdruckbedarf

Wenn du sowohl Pläne als auch Poster druckst, kann ein guter technischer Farbdrucker der vernünftigste Kompromiss sein.

Canon imagePROGRAF TM-Serie: CAD plus Poster im Büroalltag

Canon imagePROGRAF TM-Modelle richten sich stark an CAD, GIS, Büros, Bildung und technische Anwendungen. Trotzdem können sie je nach Modell auch auffällige Poster und Marketingmaterial drucken. Für einfache bis mittlere Posteranforderungen ist das eine interessante Klasse.

Geeignet für:

  • technische Pläne
  • Büroplakate
  • Aushänge
  • CAD/GIS mit Farbe
  • einfache Werbeposter
  • Bildungseinrichtungen
  • Architekturbüros
  • Handwerksbetriebe

Wer allerdings hochwertige Fotoposter oder Kunstdrucke verkaufen möchte, sollte eher zur PRO- oder GP-Serie schauen.

Welche Modelle liefern gute Farben? Die ehrliche Einordnung

Die besten Farben liefern nicht automatisch die teuersten Geräte, sondern die passendsten. Für ein Vereinsplakat braucht man andere Qualität als für einen Kunstdruck.

Für einfache Poster

Gute technische Großformatdrucker reichen meist aus. HP DesignJet T-Serie, Epson SureColor T-Serie oder Canon imagePROGRAF TM-Serie können für Aushänge, Präsentationen und einfache Plakate sehr sinnvoll sein.

Für hochwertige Fotoposter

Hier sind Epson SureColor P-Serie, Canon imagePROGRAF PRO-Serie und HP DesignJet Z-Serie deutlich spannender. Mehr Farben, bessere Abstufungen und stärkere Medienunterstützung zahlen sich aus.

Für auffällige Werbeposter

Canon imagePROGRAF GP-Serie, HP DesignJet Z-Serie oder ausgewählte Epson-Modelle mit erweitertem Farbraum sind interessant, wenn Farben wirklich leuchten sollen.

Für Fine-Art-Poster

Epson SureColor P-Serie und Canon imagePROGRAF PRO-Serie sind besonders naheliegend. Hier zählen Farbgenauigkeit, Schwarzdichte, Medienvielfalt und Langlebigkeit.

Auflösung: Nicht nur auf dpi schauen

Viele Käufer achten zuerst auf die dpi-Angabe. Das ist nachvollziehbar, aber nicht alles. Eine hohe Auflösung bringt wenig, wenn Tinte, Papier, Farbprofile und Druckkopf nicht zusammenpassen.

Wichtiger als reine dpi sind:

  • Tröpfchengröße
  • Druckkopftechnologie
  • Farbsystem
  • Papierprofil
  • Medienqualität
  • Gleichmäßigkeit von Flächen
  • Übergänge und Verläufe
  • echte Ausgabequalität

Für Poster, die aus einem Meter Entfernung betrachtet werden, braucht es nicht immer maximale Fotodetailauflösung. Für Kunstprints, Nahbetrachtung und Premium-Fotoposter dagegen schon.

Poster für Verkauf: Worauf achten?

Wenn du Poster verkaufen möchtest, steigen die Anforderungen. Dann zählt nicht nur, ob der Druck frisch gut aussieht. Er soll auch ordentlich verarbeitet, reproduzierbar und haltbar sein.

Wichtig für Verkaufsdrucke:

  • hochwertiges Papier
  • Pigmenttinte
  • saubere Farbprofile
  • gleichbleibende Ergebnisse
  • gute Verpackung
  • Kratzschutz
  • Lichtechtheit
  • randloser oder sauber beschnittener Druck
  • dokumentierte Einstellungen
  • Testdrucke
  • kalkulierte Materialkosten

Wer Poster verkauft, sollte nicht nur einen guten Drucker kaufen, sondern einen stabilen Produktionsprozess aufbauen. Sonst sieht jedes Poster ein bisschen anders aus.

Poster für Werbung und Einzelhandel

Werbeposter müssen auffallen. Farben dürfen kräftiger sein, Texte müssen aus Entfernung gut lesbar sein und das Papier sollte zur Einsatzdauer passen.

Wichtig sind:

  • starke Farbsättigung
  • klare Schriften
  • schnelle Produktion
  • günstige Medienkosten
  • robuste Papiere
  • gegebenenfalls Laminierung
  • schnelle Trocknung
  • einfache Wiederholbarkeit

Für kurzfristige Aktionen muss ein Poster nicht hundert Jahre halten. Es muss wirken, schnell verfügbar sein und wirtschaftlich produziert werden. Hier kann ein produktiver Grafik- oder Poster-Drucker sinnvoller sein als ein Fine-Art-Modell.

Poster für Fotografie und Kunst

Bei Foto- und Kunstpostern zählen Details. Hauttöne, Schatten, feine Farbverläufe, Schwarzweiß-Abstufungen und Papierstruktur sind entscheidend.

Wichtig sind:

  • erweiterter Farbraum
  • mehrere Schwarztinten oder Grautinten
  • feine Abstufungen
  • gute ICC-Profile
  • passende Fine-Art-Medien
  • Pigmenttinte
  • hohe Schwarzdichte
  • gleichmäßige Oberflächen
  • langlebige Ergebnisse

Wenn du Kunst oder Fotografie ernsthaft drucken willst, solltest du kein einfaches CAD-Gerät wählen. Hier lohnt sich eine echte Foto- oder Fine-Art-Klasse.

Folgekosten: Farbe hat ihren Preis

Gute Farben kosten Tinte. Und große Poster verbrauchen mehr Tinte als Linienpläne. Deshalb solltest du die Folgekosten unbedingt einplanen.

Kosten entstehen durch:

  • Tintenpatronen
  • Papierrollen
  • Fehl- und Testdrucke
  • Wartung
  • Reinigungszyklen
  • Medienprofile
  • Beschnitt
  • Verpackung
  • Lagerung
  • eventuell Laminierung

Ein 12-Farb-Drucker kann fantastische Ergebnisse liefern, aber er hat auch mehr Tintenpatronen. Wenn du nur einfache Plakate druckst, ist das wirtschaftlich nicht immer sinnvoll. Wenn du hochwertige Poster verkaufst, kann die Qualität den höheren Aufwand rechtfertigen.

Welche Größe für Poster?

Für Poster sind 24 Zoll, 36 Zoll, 44 Zoll und 60 Zoll typische Klassen. Welche Größe du brauchst, hängt von deinen Motiven und deinem Markt ab.

24 Zoll

Gut für:

  • A1-Poster
  • kleine Büros
  • Homeoffice
  • Künstler mit begrenztem Platz
  • kleinere Prints
  • Fotoposter bis mittlere Größe

36 Zoll

Gut für:

  • größere Poster
  • A0-nahe Formate
  • Plakate
  • Architekturpräsentationen
  • Werbematerial
  • Büros mit mehr Bedarf

44 Zoll

Gut für:

  • professionelle Fotoposter
  • Kunstdrucke
  • größere Serien
  • Galerieformate
  • Agenturen
  • Druckdienstleister

60 Zoll und größer

Gut für:

  • große Plakate
  • Retail
  • Werbetechnik
  • Druckdienstleister
  • Ausstellungen
  • großflächige Visuals

Für zuhause oder kleine Büros ist 24 Zoll oft realistisch. Für echte Posterproduktion sind 36 oder 44 Zoll häufig spannender.

Häufige Fehler beim Kauf eines Posterdruckers

Fehler 1: CAD-Drucker für Fotoposter kaufen

Ein CAD-Drucker kann Poster drucken, aber nicht zwingend hochwertige Fotoposter.

Fehler 2: Nur auf die Druckbreite achten

Groß allein reicht nicht. Farben, Tinte und Papier sind entscheidend.

Fehler 3: Papier unterschätzen

Schlechtes Papier macht selbst gute Drucker schlechter.

Fehler 4: Folgekosten ignorieren

Poster verbrauchen viel Tinte und Papier. Rechne ehrlich.

Fehler 5: Kein Farbmanagement nutzen

Ohne Profile und korrekte Einstellungen wirken Farben schnell anders als geplant.

Fehler 6: Zu hochwertige Technik für einfache Aushänge kaufen

Ein Fine-Art-Drucker lohnt sich nicht für einfache Infoplakate.

Meine Empfehlung

Wenn du einfache Poster, Aushänge und Präsentationsplakate druckst, reicht ein guter technischer Großformatdrucker aus. Modelle aus HP DesignJet T-Serie, Epson SureColor T-Serie oder Canon imagePROGRAF TM-Serie sind dafür oft vernünftig.

Wenn du hochwertige Fotoposter, Kunstdrucke oder verkaufbare Prints herstellen möchtest, solltest du zur Epson SureColor P-Serie, Canon imagePROGRAF PRO-Serie oder HP DesignJet Z-Serie greifen. Diese Klassen sind farbstärker und professioneller.

Wenn du auffällige Werbeposter für Einzelhandel, Aktionen oder Marketing druckst, kann die Canon imagePROGRAF GP-Serie oder ein entsprechender Grafikdrucker interessant sein.

Die beste Wahl hängt also nicht nur von der Frage „Welche Modelle liefern gute Farben?“ ab. Sondern von der Frage: Welche Farben brauchst du wirklich – einfache Plakatfarben, brillante Werbung oder hochwertige Fine-Art-Qualität?

Fazit: Gute Poster brauchen den passenden Drucker, nicht nur großes Format

Ein Großformatdrucker für Poster sollte nicht nur groß drucken können. Gute Poster brauchen starke Farben, saubere Verläufe, klare Schriften, passende Papiere und ein Tintensystem, das zum Motiv passt. Für einfache Plakate und Aushänge reicht oft ein technischer Großformatdrucker. Für Fotoposter, Kunstprints und hochwertige Werbemotive solltest du dagegen ein grafik- oder fotoorientiertes Modell wählen.

Epson SureColor P-Serie, Canon imagePROGRAF PRO-Serie und HP DesignJet Z-Serie sind besonders interessant, wenn Farbqualität, Verläufe und Drucktiefe wichtig sind. Canon GP-Modelle sind spannend, wenn Poster besonders auffallen und Farben stark wirken sollen. Technische Reihen wie Epson SureColor T, Canon TM oder HP DesignJet T sind gute Kompromisse für Büros, Schulen, Architektur und einfache Plakatdrucke.

Am Ende entscheidet dein Einsatzbereich. Druckst du nur gelegentlich Aushänge, brauchst du keinen Fine-Art-Drucker. Verkaufst du Poster oder Kunstprints, solltest du nicht am Farbsystem sparen. Und wenn deine Plakate vor allem werben sollen, sind kräftige Farben und produktive Medienverarbeitung wichtiger als extreme Fotopräzision.

Der beste Posterdrucker ist also der, der zu deinen Motiven, deinem Papier, deinem Budget und deinem Qualitätsanspruch passt.